{"id":1025,"date":"2025-04-08T18:38:12","date_gmt":"2025-04-08T18:38:12","guid":{"rendered":"https:\/\/klosterkirche-hirschhorn.de\/?page_id=1025"},"modified":"2025-06-08T10:02:13","modified_gmt":"2025-06-08T10:02:13","slug":"orgelkonzerte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/klosterkirche-hirschhorn.de\/?page_id=1025","title":{"rendered":"Orgelkonzerte"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Fl\u00f6tenuhren zum Leben erweckt<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/klosterkirche-hirschhorn.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Das-Publikum-konnte-ihrem-Spiel-via-Leinwandprojektion-folgen24-1-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1063\" srcset=\"https:\/\/klosterkirche-hirschhorn.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Das-Publikum-konnte-ihrem-Spiel-via-Leinwandprojektion-folgen24-1-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/klosterkirche-hirschhorn.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Das-Publikum-konnte-ihrem-Spiel-via-Leinwandprojektion-folgen24-1-300x225.jpg 300w, https:\/\/klosterkirche-hirschhorn.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Das-Publikum-konnte-ihrem-Spiel-via-Leinwandprojektion-folgen24-1-768x576.jpg 768w, https:\/\/klosterkirche-hirschhorn.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Das-Publikum-konnte-ihrem-Spiel-via-Leinwandprojektion-folgen24-1-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/klosterkirche-hirschhorn.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Das-Publikum-konnte-ihrem-Spiel-via-Leinwandprojektion-folgen24-1-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><em>Viel Applaus f\u00fcr Ann-Helena Schl\u00fcter in der Hirschhorner Klosterkirche<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Hirschhorn.<\/em><\/strong><strong> Am vergangenen Sonntag konnte die frisch restaurierte Kr\u00e4mer-Voit-Orgel sozusagen neu eingeweiht werden. Am Spieltisch sa\u00df Ann-Helena Schl\u00fcter und spielte ihr Programm \u201eSehnsuchtsort Orgel\u201c. Die Kirche war voll besetzt, am Ende gab es viel Applaus und eine Zugabe.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die sympathische Deutsch-Schwedin z\u00e4hlt zu den Ber\u00fchmtheiten ihres Fachs. Als Organistin, Pianistin, Komponistin, Malerin oder Autorin gilt sie als Tausendsassa in allen K\u00fcnsten. Was sie auf nur einem Manual mit 13 Registern dann der wachgek\u00fcssten Instrumentenk\u00f6nigin an Kl\u00e4ngen entlockte, war beachtlich.&nbsp; Die hervorragende Akustik der Karmeliten-Klosterkirche tat ihr \u00dcbriges, zudem wurde ihr Spiel via Beamerprojektion auf eine Leinwand \u00fcbertragen, so dass auch der k\u00f6rperliche Einsatz der Musikerin, untermalt von den Spielger\u00e4uschen der Orgelmechanik, greifbar wurde. Zwei Fl\u00f6tenuhrst\u00fccken von Mozart und Beethoven, eigentlich f\u00fcr mechanische Musikautomaten geschrieben, hauchte sie Leben ein und man war geneigt, die Interpretation durch einen Menschen der maschinellen allemal vorzuziehen, zumal es sich auch kompositorisch um echte Kleinodien handelte.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein eigenes St\u00fcck, \u201eL\u00e4ngtan\u201c (\u201eSehnsucht\u201c), durchschritt versonnen, herb, dann lichter und leichter werdend, auf eloquente und dennoch fast improvisiert wirkende Art die Gef\u00fchlswelt der Komponistin.<\/p>\n\n\n\n<p>Das intelligent gestrickte Programm begann und endete mit Bach. Waren es eingangs die flirrenden Tongirlanden der G-Dur-Fantasie, so stand im Finale die dramatische Wucht der g-Moll-Fantasie, einem Gipfelwerk seiner Zeit. Ann-Helena Schl\u00fcter registrierte und bl\u00e4tterte selbst, was den Eindruck des Lebendigen nur noch verst\u00e4rkte. F\u00fcr die Gr\u00f6\u00dfe Bachs spricht, dass nach der vorw\u00e4rts dr\u00e4ngenden, pianistisch angehauchten Sonate D-Moll des Romantikers Gottfried Ritter die Fantasie Bachs nicht als R\u00fcckschritt, sondern als finale Steigerung gelten konnte. Heftiger Applaus und das Einfordern einer Zugabe waren somit eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit, da musste Paul Kessler vom F\u00f6rderverein das Publikum nicht lange bitten. Dass gleichzeitig dann mit der Aria aus Bachs Goldberg-Variationen das Kirchengl\u00f6ckchen l\u00e4utete, verdichtete die Atmosph\u00e4re eher als dass es st\u00f6rte.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach eigenem Bekunden war es f\u00fcr die K\u00fcnstlerin \u201esehr sch\u00f6n, hier zu konzertieren\u201c. Ihre Homepage \u201aann-helena.de\u2018&nbsp; weist so etwas wie einen Orgel-Atlas auf, den sie auf ihren vielen Konzertreisen zusammentrug. Dort findet man nun auch die Geschichte der Hirschhorner Orgel mit allen Aktualisierungen der Disposition erstmals im Netz. Von Hirschhorn, der \u201ePerle des Neckartals\u201c zeigt Schl\u00fcter sich beeindruckt: \u201eUnter der Kirche flie\u00dft n\u00e4mlich der gro\u00dfe Neckar mit seinen Schleusen, die den wilden Fluss f\u00fcr die Schifffahrt z\u00e4hmen sollen, umrahmt von roten Sandsteinfelsen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Der Abend schloss mit einem Abendsegen, gespendet von Pater Alex.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><em>Text und Bild:<\/em> <em>Ronald J. Autenrieth<\/em><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"681\" src=\"https:\/\/klosterkirche-hirschhorn.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/2024_09_15_Orgeleinweihung_0875-1024x681.jpg\" alt=\"Foto: Alfons Flachs\" class=\"wp-image-1026\" srcset=\"https:\/\/klosterkirche-hirschhorn.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/2024_09_15_Orgeleinweihung_0875-1024x681.jpg 1024w, https:\/\/klosterkirche-hirschhorn.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/2024_09_15_Orgeleinweihung_0875-300x200.jpg 300w, https:\/\/klosterkirche-hirschhorn.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/2024_09_15_Orgeleinweihung_0875-768x511.jpg 768w, https:\/\/klosterkirche-hirschhorn.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/2024_09_15_Orgeleinweihung_0875-1536x1022.jpg 1536w, https:\/\/klosterkirche-hirschhorn.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/2024_09_15_Orgeleinweihung_0875-2048x1363.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Foto: Alfons Flachs<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>Historisches Gesamtkunstwerk zu neuem Leben erweckt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\"><strong>In der historischen Hirschhorner Klosterkirche steht ein musikalisches Kleinod, das die Fachwelt aufs Neue begeistert: Eine Orgel aus dem Jahr 1780, gebaut vom kurpf\u00e4lzischen Hoforgelbauer Andreas Kr\u00e4mer. Als Orgelbauer war Kr\u00e4mer bekannt f\u00fcr seinen einen kurpf\u00e4lzischen Orgelstil, der auch die Klangstilistik ma\u00dfgeblich beeinflusste. Rund 250 Jahre nach ihrer Entstehung wurde die Orgel zu neuem Leben erweckt.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Urspr\u00fcnglich wurde die Orgel f\u00fcr die Simultankirche St. Aegidius in Seckenheim (Mannheim) beauftragt. Binnen kurzer Zeit musste sie bereits mehrmals \u00fcberholt werden, so dass von der urspr\u00fcnglichen Orgel lediglich das Geh\u00e4use, der Windladen und Teile des Pfeifenwerks erhalten blieben. Die bedeutendste Ma\u00dfnahme erfolgte im Jahr 1884 durch die Orgelbauer Voit &amp; S\u00f6hne in Durlach, die das Instrument insgesamt neu aufgesetzt haben. Im Zuge dessen hat sich auch die Disposition der Orgel ver\u00e4ndert und aus der kurpf\u00e4lzischen wurde eine Barockorgel mit dem typischen vollen, warmen und resonanten Ton. In 1910 zog sie nach Weinheim in die Herz-Jesu-Kirche um und in 1956 wurde sie von der Pfarrgemeinde Hirschhorn f\u00fcr die Klosterkirche gekauft. Endlich hatte die historische Kirche oberhalb der Hirschhorner AltstadtHirschhorner Altstadt wieder eine eigene Orgel. \u00dcber eine Vorg\u00e4ngerin finden sich nur vage Informationen in Unterlagen aus dem Jahr 1641.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Die \u201eKr\u00e4mer-Orgel\u201c behauptet also ihren Platz in der Klosterkirche seit fast 70 Jahren. Zwischenzeitlich und im Zuge der Innenrenovierung der Kirche wiederholt abgebaut und saniert, erwies sich der Standort jedoch als kritisch. Die Hanglage und die fehlende Heizung der Kirche beg\u00fcnstigen eine hohe Luftfeuchtigkeit, die f\u00fcr massive Beeintr\u00e4chtigungen der Orgel sorgte \u2013 ein Problem, das immer wiederkehren sollte, sofern nicht dagegen vorgegangen werde. So zumindest lautete die Diagnose der mit der Sanierung beauftragten Orgelbaufirma Vleugels in Hardheim. Die Orgel war unspielbar geworden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Mit Hilfe zahlreicher Spender und F\u00f6rderer gelang es dem F\u00f6rderverein Klosterkirche Gelder f\u00fcr eine grundlegende Arbeit zur Rettung der Orgel zu sammeln. So konnte die vorerst letzte umfassende Orgelsanierung in 2024 stattfinden und mit ihr auch die Umsetzung eines nachhaltigen Klimakonzepts der Klosterkirche, das weitere klimabedingte Sch\u00e4den an der Orgel verhindern soll. Im Ingenieurb\u00fcro Breiden und Stittgen, Gaiberg fand der F\u00f6rderverein profunde Experten f\u00fcr Kirchenheizungen und -l\u00fcftungen und so entstand ein intelligentes und weitreichendes Konzept, die weiterhin ungeheizte Kirche mit einer geeigneten L\u00fcftungsanlage zu versehen. Dass dieses Konzept aufging, best\u00e4tigte sich schon nach kurzer Zeit, als die Luftfeuchtigkeit bereits soweit gesenkt worden war, dass die Sanierung und der Einbau der historischen Orgel abgeschlossen werden konnte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Schon die ersten Spielproben neugieriger Orgelexperten zeigten, wie sehr sich der Aufwand gelohnt hat. Gleich mehrere Musiker haben begeistert das \u201eneue\u201c alte Instrument ausprobiert und ihr einhelliges Urteil lautet: \u201eDie Orgel war nie in einem besseren Zustand!\u201c Zum Einweihungsgottesdienst im September 2024 war als Organist eigens der Mainzer Bezirkskantor Gregor Knop angereist und er zeigte sich beeindruckt vom Klang der historischen Orgel, die endlich zu neuem Leben erweckt wurde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Zu ihrem Schutz wird die Orgel im Winter in der unbeheizten Klosterkirche nicht gespielt. Aber sp\u00e4testens im Fr\u00fchjahr, wenn die Temperaturen steigen, f\u00fcllt sich die Klosterkirche wieder mit dem ehrw\u00fcrdigen Klang einer Orgel aus dem Jahr 1780.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Das n\u00e4chste gro\u00dfe Orgelkonzert ist f\u00fcr Mai 2025 geplant, wenn die bekannte Organistin Anna-Helena Schl\u00fcter Werke ber\u00fchmter Komponisten spielt. Darauf darf man sich freuen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Details folgen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fl\u00f6tenuhren zum Leben erweckt Viel Applaus f\u00fcr Ann-Helena Schl\u00fcter in der Hirschhorner Klosterkirche Hirschhorn. Am vergangenen Sonntag konnte die frisch restaurierte Kr\u00e4mer-Voit-Orgel sozusagen neu eingeweiht werden. 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